{"id":1717,"date":"2012-04-17T08:01:43","date_gmt":"2012-04-17T06:01:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.apartment666.com\/blog\/?page_id=1717"},"modified":"2014-04-22T17:35:29","modified_gmt":"2014-04-22T15:35:29","slug":"faserland-nach-dem-roman-von-christian-kracht","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.apartment666.com\/blog\/robert\/faserland-nach-dem-roman-von-christian-kracht\/","title":{"rendered":">faserland< urauff\u00fchrung des romans von christian kracht am schauspiel hannover"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/O8YstCm7ZeU\" frameborder=\"0\" width=\"700\" height=\"390\"><\/iframe><\/p>\n<p>Auf der Filmebene dieser Inszenierung bereist Lehniger mit seinen Protagonisten die Stationen des Romans. W\u00e4hrend auf der B\u00fchne, das Deutschland der 90er beschrieben wird, begleiten wir die wechselnden Ich-Erz\u00e4hler von Sylt \u00fcber Hamburg, Frankfurt und Heidelberg bis zum Bodensee auf einer Abschiedsreise durch Deutschland 2012, um an deren Ende mit hinaus auf den Z\u00fcrichsee zu rudern. \u201eBald schon sind wir in der Mitte des Sees, schon bald!\u201c<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nChristian Krachts umstrittenes Romandeb\u00fct \u00bbFaserland\u00ab erschien 1995. Von einigen Kritikern wurde es zum Wegweiser einer neuen Richtung des deutschen Popromans erkl\u00e4rt, von anderen heftig kritisiert. Ein Ich-Erz\u00e4hler, Ende zwanzig, durchquert ziellos die Republik von Sylt bis in die Schweiz. Der Protagonist durchtaumelt Parties. Gespr\u00e4che \u00fcber Belanglosigkeiten und die Sch\u00f6nheit der Leere bilden den Partytalk, synthetische Drogen tun ihr \u00dcbriges. Gelangweilt steht er den Ereignissen gleichzeitig nah und fern. Die Reise endet in der Mitte des Z\u00fcrcher Sees. Krachts Portr\u00e4t einer modernen Konsumgeneration markiert das Gegenteil der w\u00fctenden, sich auflehnenden Popliteratur der Beat-Generation. Sein Protagonist ist kein Rebell. Emp\u00f6rung hat er seinen Eltern \u00fcberlassen. Er hat es sich bequem gemacht im Mittelstand und kultiviert sein zielloses Treiben ohne H\u00f6hepunkte in einer Welt, die Individualit\u00e4t in Marken aufgel\u00f6st hat. Zur Aufgabe hat er sich gemacht, au\u00dfer an pers\u00f6nlichem Hedonismus an nichts beteiligt zu sein. Er ist ein Vork\u00e4mpfer einer heute wieder durch l\u00e4stige Krisen bedrohten Lebenskunst.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&gt;<em>In seinem ersten Roman \u00bbFaserland\u00ab von 1995 entdeckte Kracht die Nazi- Vergangenheit unter den D\u00fcnen der Insel Sylt wie in der Studentenverbindung in Heidelberg \u2013 erst in der Schweiz, auf neutralem Gebiet, kommt der Deutschlandreisende zur Ruhe. Von dieser Reise handelt \u00bbFaserland\u00ab &#8211; und Regisseur Robert Lehniger f\u00fchrt sie im Ballhof des Theaters Hannover auf geniale Weise in die Gegenwart fort. Eine rundum gelungene, sehr genau ausbalancierte B\u00fchnenfassung. Die einen hat sie begeistert, die anderen l\u00e4sst sie kalt. So ist das mit Christian Kracht<\/em>.&lt; (Deutschlandradio Kultur)<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&gt;<em>Robert Lehniger hat aus dem schmalen Buch ein unterhaltsames und ber\u00fchrendes Theaterst\u00fcck gemacht. Die zweist\u00fcndige Inszenierung lenkt geschickt den Blick auf die tieferen Ebenen des Romans, fernab von den Discos und Bars der 90er. So verdeutlichen die Lieder eines Sch\u00fclerchors, der zwischen den Reisestationen auftaucht, die Poesie des Textes<\/em>.&lt; (sueddeutsche.de)<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDoku-Fiktion Road Movie \/ Videoinstallation \/ B\u00fchneninszenierung<br \/>\nTermine und Tickets: <a href=\"http:\/\/www.staatstheater-hannover.de\/schauspiel\/index.php?m=210&amp;f=03_werkdetail&amp;ID_Vorstellungsart=10&amp;ID_Stueck=245\" target=\"_blank\">Schauspiel Hannover<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Auf der Filmebene dieser Inszenierung bereist Lehniger mit seinen Protagonisten die Stationen des Romans. 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